VAL ROSANDRA

MOUNTAIN BLUES DER EINWOHNER VON TRIEST

Das Val Rosandra, Mountain Blues der Einwohner von Triest

– Text von Lorenzo Filipaz, Fotos von Andrea Salini / Outdoor Studio – ins Deutsche übertragen

Das Val Rosandra liegt nur wenige Kilometer von Triest und dem Meer entfernt und ist heute ein Naturschutzgebiet.

Im Tal befinden sich die am niedrigsten gelegene Schutzhütte der Alpen und einige Felswände,

an denen Klettergeschichte geschrieben wurde. Mitten hindurch fließt zudem ein Fluss, der Carso.


Ich sehe aus, wie ein typischer Mitteleuropäer: Ich bin blass wie Kalzium. Welche Verbindung habe ich also zum Blues? Wie dem auch sei, ich bin ein Blues-Experte, zumindest in einer seiner besonderen Ausprägungen: dem Mountain-Blues. Du kennst ihn sicher, diesen schmerzhaften Gedanken an das Bergsteigen, wenn deine Augen regelrecht leiden, weil sie keine Felswände finden können.
Ich sehe jeden Tag das Meer, was kann also gerade ich über die Berge wissen? Nun, im Meer spiegelt sich ein Hafen und damit auch die drei große Alpenvereine dieses Hafens: Der Alpenverein von Giule, der slowenische Verband „Slovensko Planinsko Drustvo Trst“ und der XXX Octobre. Alle Vereine sind über 100 Jahre alt!

Der Hafen von dem ich spreche heißt Triest, und ich selbst bin das Val Rosandra – eine felsige Schlucht, durch die der Carso hinabfließt. Ich gebe zu: Ein Tal, das zu dir spricht ist vielleicht absurd. Aber noch absurder ist eine Stadt am Meer, die eine solche große Sehnsucht auf die Alpen hat, wie Triest. Wenn du einmal an einem klaren Wintertag an den Ufern der Stadt spazieren gehst, dann wirst du verstehen wieso: Eine funkelnde Szenerie schneebedeckter Berge taucht wie eine Fata Morgana aus dem Wasser des Golfs von Triest auf. Das sind die Giule-Alpen im Norden und die Belluneser Dolomiten im Nordwesten der Stadt: die beiden großen Lieben aller Bergsteiger aus Triest.

Diesen Triester Bergsteigern spende ich seit Generationen Trost, wenn der Mountain Blues sie erfasst. Bei mir finden sie Tritte ähnlich denen in den Dolomiten oder in den Giule-Alpen. Und vielleicht waren es diese Vergleiche mit den großen Dolomitenwänden, die von Cozzi, Comici, Cozzolino und anderen durchstiegen wurden, die mir das Gefühl von Schönheit verleihen und sich anfühlen wie die Serenaden eines Liebhabers. Auf jeden Fall haben mir diese Vergleiche aber geholfen, ein Teil der Geschichte des Bergsteigens zu werden. Und das als bescheidene Karstschlucht in der Provinz.
Gezeichnet,

Das Val Rosandra



1 – Von Triest bis ins Val Rosandra, über den Giordano-Cottur-Radweg

Route: Triest – Bottazo – Draga Sant’Elia – Kozina.
Dauer: Der komplette Radweg bis Kozina ist 16 Kilometer lang, dabei sind etwa 400 Höhenmeter zu überwinden. Zwölf Kilometer sind es bis zur Grenze (300 Höhenmeter), Neun Kilometer bis zur Modugno-Hütte (im Anschluss auf den Stena, weitere 250 Höhenmeter). Die Route ist für jedermann geeignet, dazu lässt sie sich verkürzen, da man an verschiedenen Startpunkten beginnen kann. Zeitbedarf insgesamt: Maximal fünf Stunden, eher weniger – je nachdem wo du startest.

2 - Auf den Monte Stena – Eine Bastion aus Kalk

Route
: Von der Modugno-Hütte bis zum Monte Stena, entlang des Cottur-Radwegs (alternativ kann man auch in San Lorenzo / Jezero starten).
Dauer: Etwa drei Kilometer für die komplette Route ab der Modugno-Hütte, dabei sind ca. 150 Höhenmeter zu bezwingen. Zu Fuß ist man ungefähr eine Stunde unterwegs, der Weg ist für jedermann geeignet. Auch hier lässt sich die Tour, je nachdem welchen Startpunkt man wählt, noch verkürzen.

3 - Der Comici-Gedenkstein und die kleine Santa-Maria-Kirche in Siaris

Route
: Eine Tour von der Premuda al Cippo Comici-Schutzhütte nach Santa Maria in Siaris (oder Abstieg vom Cottur-Radweg über Bottazzo): drei Kilometer, mit einem kurzen Anstieg über 300 Höhenmeter.
Dauer: Etwa zwei Stunden, der Weg ist recht einfach, lediglich auf dem Stück zwischen Santa Maria und dem Gedenkstein ist etwas Vorsicht angebracht.

4 - Die Wasserstraße im Val Rosandra

Route
: Der Weg führt von der Premuda-Hütte in Richtung Bottazzo, es folgt ein Abstieg zu einem Wasserfall und ein Pfad in den Canyon hinein und wieder heraus.
Dauer: Etwa zwei Stunden, 3,5 Kilometer, 175 Höhenmeter. Achtung: Es handelt sich um einen schwierigen Weg ohne Markierungen – nur für erfahrene Bergsteiger.

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