REPARATEURE. Die Berge: eine harte und gleichzeitig zerbrechliche Welt, die mit großer Vorsicht behandelt werden muss.

Das Leben in Höhenlagen wird immer schwieriger und anstrengender im ständigen Gleichgewicht aus Natur und Mensch. Nun scheint dieses Gleichgewicht gestört zu sein.

Wir sind gewohnt, zu denken, dass nichts fester und die Zeit überdauernder als die Berge ist und aus diesem Grunde können wir es nicht glauben, wenn wir von einstürzenden Felswänden hören, und können uns nicht vorstellen, dass früher oder später auch die Torri del Vajolet herunterkommen werden.

Aber zu natürlichen Erosionsphänomen kommen immer mehr Ereignisse hinzu, die die Handschrift des Menschen und seiner Verantwortung tragen. An erster Stelle beeinträchtigt der Anstieg der Erdtemperatur, der verursacht wird von Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre, das Gleichgewicht des Gebirgsökosystems, das extrem sensibel auf Veränderungen externer und interner Faktoren reagiert. Wir können uns die Berge als „Klimawächter” vorstellen und ihr Gesundheitszustand ist ein Indikator für die allgemeine Gesundheit des Planeten.

Im 20. Jahrhundert ist die Temperatur in den Alpen um ca. 2°C gegenüber einem Durchschnitt von 1°C in den umliegenden Gebieten gestiegen. Immer häufiger gibt es intensive Niederschläge und der Permafrost (Eis im Felsen oder zwischen Schutt) taut weiter auf.
Diese Faktoren verursachen Überschwemmungen und Erdrutsche. Darüber hinaus verändert das Ansteigen der Temperaturen die Vegetation und beeinflusst auch die Land- und Forstwirtschaft, wodurch die alpine Artenvielfalt in ihrer Gesamtheit bedroht wird.
Zur Klimaveränderung kommen darüber hinaus weitere, für die Berge kritische Punkte hinzu, wie: die übermäßige Bodennutzung, die Betonierung, Brände, die Abholzung und vor allem die Entvölkerung. Diese Aspekte zeigen die Widersprüche einer sensiblen Umwelt, die bedroht wird von der übermäßigen Anwesenheit des Menschen wie auch von ihrer Verwahrlosung. Verändert haben sich auch die Personen, die sich um die Pflege der Berge kümmern: nicht mehr Bauern-Züchter, sondern Institutionen, die sich der Hilfe von Fachfirmen der Baubranche bedienen.

Die Arbeiten für die “Reparatur” der Berge sind vielfältig: von der Sanierung und Verfestigung von Hängen bis hin zu hydraulischen Arbeiten für die auch Technologien des Bioengeneering eingesetzt werden. Oft arbeiten in diesen Firmen Bergführer, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung die schwierigsten Aufgaben ausführen, wie Arbeiten am Seil oder in allen Situationen, in denen es nicht möglich ist, mechanische Hilfsmittel einzusetzen.

Als eines der ersten italienischen Unternehmen hat das Consorzio Triveneto Rocciatori schon Ende der 70er Jahre in diesem speziellen Bereich gearbeitet: Auch heute noch ist das Unternehmen mit ca. fünfzig Mitarbeitern marktführend und auch auf die Produktion von Steinschlag- und Lawinenschutzbarrieren spezialisiert. Narciso (Narci) Simion ist Bergführer und arbeitet beim Consorzio Triveneto Rocciatori.
„Vor dreißig Jahren, als ich angefangen habe zu arbeiten”, erzählt Narci Simion, „konnte ich mir die Arbeit als Bergführer und Felssicherungsarbeiter bestmöglich einteilen. Dann hat das Konsortium nach und nach immer mehr meine Zeit beansprucht. Ich begleite immer noch Kunden, wenn auch nur gelegentlich. Derzeit bin ich im Konsortium verantwortlich für den Vorbeugungs- und Schutzdienst und darüber hinaus gehöre ich zum Team Forschung&Entwicklung.”
Im Konsortium arbeiten nur erfahrene und qualifizierte Personen, aber das Unfallrisiko kann niemals ganz ausgeschlossen werden und das weiß Narci auch: „In senkrechten Umgebungen mit starken Gefahrenquellen sind die Arbeiter sehr vorsichtig und wissen, dass ein kleiner Fehler schwerwiegende oder sogar tödliche Konsequenzen haben könnte. Aus diesem Grunde passieren fast nie Unfälle. In unwegsamen, aber nicht senkrechten Umgebungen hingegen können kleine Unfälle eher passieren. Oft ist es (zumindest in der Vergangenheit) die Herkunft, die das Können der Arbeiter ausmacht: Wenn sie aus den Bergen stammen, dann verleiht ihnen das Leben in den Bergen in der Regel ein Gespür und Vorsicht für die latenten Gefahren der Baustelle.” Viele Arbeiten erfordern besondere Aufmerksamkeit, wie uns Narci erklärt: „Die Abholzung an Wänden mit hochstämmigen Pflanzen, die Felsabräumung unter Einsatz von Kolben für die Entfernung großer Blöcke und Arbeiten für das Auf- und Abladen mit dem Hubschrauber an unwegsamen Hängen gehören zu den gefährlichsten Arbeiten.” Unternehmen wie das Consorzio Triveneto Rocciatori sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Personal und sind eine Chance für junge Arbeitssuchende, aber nicht für alle, wie Narci präzisiert: „Unsere Arbeit ist sportlich, anstrengend, immer draußen und unterliegt den Witterungsbedingungen. Auf weiter entfernten Baustellen wohnt man in Hotels (bei denen es sich nicht um Luxushotels handelt) und spürt das Fehlen eines Privatlebens vor allem nach der Arbeit. Trotz allem handelt es sich um eine in der Regel gut bezahlte Arbeit und für Interessenten ist sie eine Gelegenheit, neue Orte und Menschen kennenzulernen.”

In Italien gibt es rund sechzig Firmen mit ca. 1100 Mitarbeitern bestehend aus Angestellten und Dienstleistern, die Arbeiten wie das Consorzio Triveneto Rocciatori ausführen. Hinzu kommen verschiedene Handwerkerteams und Bergführerverbände, die vorwiegend kleine Arbeiten ausführen. In Novate Mezzola, am Fuße des Val Codera in der Provinz Sondrio, an der Grenze zwischen Val Bondasca und Val Masino, lebt Gualtiero Colzada. Auch Colzada ist Bergführer (er ist der Direktor der Bergführer und der Alpinsmusschule des Valchiavenna) und hat eine lange Erfahrung mit Arbeiten am Seil : „Diese Tätigkeit deckt ca. 25% meiner Arbeit ab. Es ist eine ermüdende Arbeit und für mich ist es in Ordnung, sie ab und zu auszuüben, um ein wenig Abwechslung zu haben während der toten Zeiten der Arbeit als Bergführer”, erzählt Colzada während seiner Schicht für die Flugrettung 118. „Die Arbeiten sind ziemlich unterschiedlich: Instandsetzung von Pfaden und Klettersteigen, Felsabräumung in Steinbrüchen oder an Wänden über Straßen oder Wohnhäusern, Installation von Steinschlagschutzbarrieren, Begleitung von Technikern auf zu sanierendes Gelände. Es kommen auch Arbeiten in der Stadtumgebung vor, wie Kontroll-, Festigungs- und Reinigungsarbeiten an Glockentürmen, Gebäuden und Silos. Wir führen auch Fortbildungskurse für Branchenangehörige durch und in der Vergangenheit haben wir auch Arbeiten für das Beschneiden großer Bäume durchgeführt.” Sehr oft erfordern die Arbeiten Eingriffe für die Tarnung und Sanierung der Umwelt, aber Gualtiero Colzada nach: „hängt ihre Ausführung noch stark von der Sensibilität der Behörden und Planer ab.”

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