GESCHICHTEN AUS DER WELT. Arbeiten in der Tatra

— 11 marzo 2014 | di Agnieszka Szymaszek

Wenn Michał zur Arbeit aufbricht, dann kommt er für zwei Tage oder auch für eine Woche nicht nach Hause, Einmal ist er aufgrund eines enormen Schneesturms vollständig von der Welt abgeschnitten und in seinem Büro eingeschlossen gewesen. Für dreizehn Jahre hat  Michał Trzebunia in der Hochgebirgs- Wetterwarte gearbeitet, die auf dem Gipfel des Kasprowy Wierch auf 1987 Metern Höhe in der Tatra liegt.

Die Warte ist das höchstgelegene Gebäude ganz Polens. Um dorthin zu gelangen, muss das Personal die Seilbahn in Zakopane nehmen und sollte diese zum Beispiel aufgrund starken Winds geschlossen sein, ist es gezwungen, zu Fuß aufzusteigen und einen Höhenunterschied von 1000 Metern zu überwinden. Im Winter oder bei schwierigen Witterungsbedingungen kann sich der Aufstieg als echte Herausforderung erweisen, denn bei Nebel oder Schneegestöber kann man sich leicht verlaufen. Aber Michał macht all das nichts aus. Er ist einer der besten Freerider Polens, der Gründer der Freeskiing Academy und Kletterführer. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich in den Bergen wohlfühlt: Die Tatra ist sein natürlicher Habitat. Viel mehr könnten ihm die Büroarbeit und das Tragenmüssen eines eleganten Anzugs unangenehm sein.

Die ersten Wetterbeobachtungen auf dem Kasprowy Wierch gehen auf das Jahr 1935 zurück und drei Jahre später wurde die Wetterwarte gebaut, die bis heute einzig in ihrer Art ist. Dank ihrer Position an einem unberührten

Ort spielt sie eine wichtige Rolle bei der Klimaforschung und darüber hinaus werden die Wetterdaten mit den Polish and Slovakian Mountain Rescue Teams und mit dem Tatra National Park ausgetauscht und dafür benutzt, die Sicherheit der Personen, die die Tatra besuchen, zu erhöhen.

Das Personal der Wetterwarte muss die Instrumente Tag und Nacht jede Stunde kontrollieren, egal, ob es draußen schneit, regnet oder stürmt.

„Die auf dem Kasprowy Wierch erfassten Daten”, erläutert MichałTrzebunia, „ gehören zusammen mit wenigen anderen Wetterstationen in Polen zum internationalen Vorhersagesystem und nach fünf Minuten werden sie nach Krakau und Washington geschickt.”

Derzeit arbeitet Michał in Hala Gasienicowa, eine Weide, die am Fuße des Kasprowy Wierch liegt. Dort befindet sich die Nival Research Station, die zum Wetterinstitut und zur Wasserverwaltung gehört.

Um in sein Büro zu gelangen, muss Michał den Gipfel des Kasprowy Wierch mit der Seilbahn erreichen und dann zu Fuß bis  zur Station absteigen.

„Im Sommer brauche ich ca. zwanzig Minuten für den Abstieg, aber im Winter bin ich auf Skiern in nur drei Minuten unten. Unsere Aufgabe ist es, den Schnee zu messen. Für Jahre haben wir dafür traditionelle Methoden eingesetzt, wie das Ausgraben von Profilen im Schnee. Seit einem Jahr ist unsere Station mit einem ultramodernen Gerät ausgerüstet, das eine Prüfung des Schnees erlaubt, ohne die Schichten dafür zu beschädigen. Die Vorrichtung ist unter dem Schnee vergraben und misst die Feuchtigkeit, die Temperatur, das Gewicht und andere Eigenschaften”, erklärt Michał.

Die Wettermessungen in der Nival Research Station müssen alle drei Stunden vorgenommen und dann an ein Wetterzentrum in Krakau geschickt werden, das Beobachtungen zu den Veränderungen der Schneeschichten im Laufe der Jahre anstellt. „Im Winter muss ich relativ früh vor 6 Uhr aufstehen, mich schnell anziehen und die Schneemessungen durchführen, so dass die Daten vor 7 Uhr bereit sind”, erklärt Michał. «Wir arbeiten in Übereinstimmung mit der Greenwichzeit und alle Stationen senden die Daten zur selben Uhrzeit. Ich muss die Schneefallmenge und alle Thermometer kontrollieren und den Schnee im Pluviometer schmelzen lassen.

Im Sommer führen wir alle drei Stunden bis 20 Uhr und im Winter bis 19 Uhr Messungen durch. Am Abend habe ich ein wenig Zeit für mich. Darüber hinaus kontrolliere ich die Wetterpunkte, die sich außerhalb der Station in der Nähe des Liliowe-Passes, des Sees Morskie Okound im Chochołowska-Tal befinden.”.

Wer in der Station arbeitet, muss sich, wie bei sich zu Hause, auch um die Hausarbeiten kümmern: das Ofenfeuer nicht ausgehen lassen, putzen, kochen, waschen und Schnee schippen. In der Freizeit kann man vor dem Computer sitzen, fernsehen oder ein Buch lesen. Die Station ist ein ziemlich komfortabler Ort mit viel Service. Dennoch nutzt Michał in seiner Freizeit nur selten die modernen Technologien.

In der Regel nimmt er seine Skier oder den Fotoapparat und macht einen Ausflug in die Berge. Oft steigt er bis zum Kasprowy Wierch auf. Nahe an der Station gibt es eine Hütte, wo er seine Bergsteigerfreunde treffen kann. Wenn sich seine Schicht dem Ende zuneigt, sucht er seine Habseligkeiten zusammen und bereitet sich auf den Heimweg oder einen anderen Ausflug in die Berge vor. . „Es gibt nichts Schöneres, als sich die Bergschuhe anzuziehen und zum Gipfel aufzusteigen”, sagt Michał.

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