GESCHICHTEN AUS DER WELT - Almfieber

Alle wissen es: Gepäck und Organisation sind die größten Herausforderungen für eine ungewöhnliche Reise. Genau diesen musste ich mich im Frühjahr 2012 stellen, als ich mich entschlossen hatte, zusammen mit meiner vierjährigen Tochter in eine neue Welt, nämlich die des Hirten und Almkäsers einzutauchen.

Für die nächsten Monate wird unser Heim eine Hütte auf 1500 Metern Höhe im Berner Oberland (Schweizer Alpen) sein. Dort möchte ich mit meiner Tochter den ganzen Sommer verbringen, lernen, wie Käse und Butter gemacht werden und ein einfaches Leben führen. So kann auch meine Tochter einen ganz besonderen Sommer in der Natur und in Harmonie mit den Tieren verbringen.

Die Alm gehört einem passionierten Biobauern, dem wie keinem anderen die Schweizer Alpenkultur und die althergebrachte Landwirtschaft am Herzen liegt. Das Gebäude bewahrt noch heute seine alte Struktur, die niemals von einem anderen Gebäude übertroffen werden wird, und alles ist ganz so wie zu Zeiten unserer Großeltern. Der Käse wird noch immer auf dem Kamin gemacht, die Butter wird in einem Originalfass erzeugt und in traditionelle, Buttermödeli genannte Formen zu 200 Gramm gepresst. Die Kühe bekommen kein Kraftfutter, sondern fressen nur das Gras der Alm.

Und sie sind keine hocheffizienten Milchzentralen, sondern normale Kühe unterschiedlicher Rassen, die ein harmonisches Leben in den Bergen verbringen.

Nach dem ersten Monat habe ich mich an die harte Arbeit und die offensichtlichen Schwierigkeiten gewöhnt. Nur die Finger taten mir zuweilen weh und auch wenn die manuelle Arbeit anstrengend war, hat es mir gefallen, so zu leben. Mein Körper ist robuster geworden und das ist gut für mich und auch für meine Tochter gewesen. Gut für mich, weil ich mich hier in den Alpen immer wohler fühlte und gut für meine Tochter, weil ich in der Lage war, sie während der Arbeiten in den Bergen öfter auf den Schultern zu tragen. Meine Bergschuhe von AKU sind in diesem Fall eine große Hilfe gewesen.

Wie eine Ziege im Schnee hatten meine Füße immer genug Grip und der Knöchel hatte auch an steilsten Hängen immer stabilen Halt.

Wir hatten vorgesehen, vier Monate auf der Alm zu bleiben, sind am Ende aber ein wenig länger geblieben. Die Kühe waren schon ins Tal abgetrieben worden und wir sind mit den Schweinen, die länger bleiben, oben geblieben. Wir haben die Alm aufgeräumt und Marmelade aus im Tal gesammelten Früchten gemacht. Im Oktober ist der erste Schnee gefallen und das Wasser ist gefroren.

Dann haben wir die Alm verlassen und sind über den frischen Schnee mit einem schweren Rucksack auf den Schultern abgestiegen. Was in dem Rucksack war? Er war prall gefüllt mit wunderbaren Erinnerungen: Momente der Müdigkeit, aber auch der Kraft, Momente tiefer Emotionen und Schönheit, Momente der Liebe für die Tiere und für das Leben in den Bergen. Und jeden Frühling, wenn die Sonne die Gipfel erhellt und den Schnee schmelzen lässt, werde ich das Almfieber wieder spüren.

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