Die Alpen: Europas Lunge der sauberen Energie

— 28 febbraio 2013 | AKU team

Die Alpen, von jeher eine große Quelle natürlicher, sauberer und erneuerbarer Energie. 

Mit der Entdeckung des Stromes zwischen dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert belegten sie eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Fertigungsindustrie, dank des hohen Wasservorkommens und der steilen Hängen, die den Bau von mehreren Wasserkraftwerken ermöglichten.  Heute, mit dem raschen Wandel der wirtschaftlichen Paradigmen bezüglich der Nutzung von Kohlenwasserstoffen, stehen die Alpen erneut vor eine innovative Herausforderung und belegen eine Vorreiterrolle in Europa bei der Produktion erneuerbarer Energien, abermals dank des Reichtums an Wasser, Biomasse, Wind und Sonne.

Im Zeitalter der Green Economy machen es erneuerbare Energien für alpine Gebieten möglich Energieproduktion und –verbrauch von Null an zu überdenken: indem sie direkt Initiative ergreifen, angefangen von unten, von den Bedürfnissen und den lokal verfügbaren Ressourcen.

Es gibt bereits zahlreiche Erfolgsgeschichten entlang der Alpen: angefangen von Prad am Stilfserjoch im Herzen der Bozener Alpen, die zur ersten energieautarke Stadt wurde. Dank einer Mischung aus Holz-Biomasse, Wasserkraft, Biogas der Viehzucht, Solar-und Windenergie ist es nicht mehr notwendig, Erdöl oder andere fossile Brennstoffe zu importieren. Es ist ein Gebiet, das in der Lage war, sich selbst zu organisieren und die Ressourcen zu verwalten, die die Umwelt ihnen bot, mittels einer Kooperative der fast alle Einwohner der Gemeinde als Mitglieder angehören.

Im Nordwesten hingegen befindet sich das Maira-Tal, im Herzen der alpinen Täler Cuneos, wo wir weitere interessante Beispiele finden können: Ende der 90er Jahre wurde das öffentlich-privates Unternehmen Maira SpA gegründet, um die vorhandenen Naturschätze der Region nach Kriterien der Nachhaltigkeit zu nutzen und zu fördern.

Heute verwaltet Maira SpA zwei Wasserkraftwerke und bringt Gewinne, die sowohl in Dienstleistungen investiert werden, als auch in Initiativen und Projekte, die den Menschen, die im Tal wohnen, arbeiten oder studieren zugutekommen, wie die Einrichtung einer öffentlichen Breitband-Internetverbindung, die sogar das obere Tal erreicht.

Im Allgäu, Bayern, produziert die kleine deutsche Stadt Wildpoldsried, doppelt so viel erneuerbare Energie wie sie verbraucht. Konstanter Wind, Fichten- und Kieferwälder, Sonne, Biomasse und Wasser haben den 2500 Einwohnern erlaubt, den Stecker aus den Energienetzen der Kernkraftwerke zu ziehen. Die überschüssige Energie wird zu einem hohen Preis an andere benachbarten Gemeinden weiterverkauft. Jedes Jahr fließen alleine durch die Photovoltaikanlagen der öffentlichen Gebäude rund 50.000 Euro in den kommunalen Geldbeutel. Dann gibt es noch die Landwirte, die Abwässer und Silage an den Fermenter der Biogasanlage liefern; Wind-Generatoren in die die Bürger ihre gesamten Ersparnisse investiert haben; drei Wasserkraftwerke in der Stadt, von denen eines direkt vom Bürgermeister selbst verwaltet wird. Der wahre Stolz der Stadt ist jedoch das Holzpellet-Heizkraftwerk. Die Kosten der Anlage betrugen eine halbe Million Euro, aber sie spart 150.000 Liter Heizöl und 470 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, während 19 öffentliche und private Gebäude durch ein kleines Fernwärmenetz geheizt werden.

Die Reorganisation der Energie-Systeme aus erneuerbaren Quellen auf lokaler Ebene ist nun in vollem Gange dank der vorbildlichen Dynamik der Beteiligung, Mitbestimmung und Selbstorganisation der lokalen Bevölkerung. Es ist endlich an der Zeit, eine erfolgreiche und ausgereifte Integration zwischen Energieversorgung und Gebiet durchzusetzen.

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