Denis & Tanja Katzer / Interview

 
Entdecker, Abenteurer & Botschafter von Mutter Natur

Denis und Tanja Katzer bereisen mit ihrem Hund Ajaci die ganze Welt. Mit ihrem Lebensprojekt „Die große Reise“ dokumentieren die beiden bereits seit 1991 die Menschheitsgeschichte. Als Abenteurer, Filmemacher, Fotografen und Autoren sind sie schon über 444.000 Kilometer rund um den Globus gereist. Einen großen Teil dieser Strecke wurden auf dem Rücken von Kamelen, Pferden, Elefanten, zu Fuß oder mit landesüblichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Auf ihren Reisen besuchen sie verschiedene Kontinente, Völker und Kulturen und schaffen damit ein Zeitdokument für nachfolgende Generationen.

Was zeichnet eurer Meinung nach die Marke AKU und ihre Produkte aus? Welche Rolle hat das Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit bei der Auswahl von AKU als Schuhpartner gespielt?
Als wir vor einigen Jahren AKU das erste Mal auf der Outdoormesse wahrgenommen haben, fühlten wir uns mit der Marke sofort verbunden.
Der Leitspruch „Wir fühlen uns als Teil eines einzigen Ökosystems sozial und ökologisch, wir fühlen uns für dessen Gleichgewicht verantwortlich“ hat uns direkt ins Herz getroffen. Uns war sofort klar, dass diese Firma perfekt zu unserer 50-jährigen Expedition passt. Als wir dann erfuhren, dass Nachhaltigkeit, verantwortungsvolles Handeln, Wiederverwendung von Ressourcen für AKU im Zentrum der Produktion stehen, war uns als Botschafter von Mutter Erde klar, dass wir mit dieser Firma zusammenarbeiten wollten. Noch am gleichen Tag begannen wir die ersten Gespräche, die schnell zu einer Kooperation führten.

Welches AKU Modell ist euer persönlicher Lieblingsschuh und warum?
Unsere Lieblingsschuhe: Riva High GTX WS trage ich sehr gerne für meine Runden mit unserem Hund im Wald. Auf unserer aktuellen Tour tragen wir die Modelle Alterra GTX (Tanja) und Slope GTX (Denis). Die Leichtigkeit des atmungsaktiven Schuhs, der gleichzeitig guten Halt und Sicherheit garantiert, gibt uns ein hervorragendes Tragegefühl. Wir fahren damit unsere E-Bikes, gehen in die Berge, auf Wanderungen und tragen sie, wenn wir unser Expeditionsfahrzeug steuern. Für kleinere Unternehmungen, z.B. ein Besuch von Sehenswürdigkeiten oder einer Stadt, ist der Bellamont III Plus ein wunderbarer, komfortabler Begleiter.

Was ist die Idee, die hinter eurem Lebensprojekt „Die große Reise“ steckt?
Mit unserem Lebensprojekt „DIE GROSSE REISE“ der 50-jährigen Expedition, möchten wir als Botschafter von Mutter Erde ein Zeitdokument unseres schützenswerten Planeten schaffen. In Bild, Film und Text wollen wir zeigen, wie es auf unserer Erde heute aussieht, wie sie sich wandelt und wie bedroht sie ist. Wir wollen gewissermaßen einen Gegenpol zu einer Welt bilden, die sich jeden Tag ein bisschen schneller überholt. Mit unseren Berichten ein Mosaiksteinchen dazu beitragen, sich zurückzubesinnen, einen Gang langsamer zu schalten, Ziele zu haben, Ziele zu verwirklichen.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit auf euren Reisen?
Wie haltet ihr euren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich?
Nachhaltigkeit versuchen wir zu Hause sowie auf Reisen zu leben. Wir kaufen bewusst ein, verwenden so wenig Plastik wie möglich, essen kaum Fleisch und wenn, dann nur, wenn wir wissen, dass das Tier nicht gequält wurde. Wir fahren viel E-Bike oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Auf unserer GROSSEN REISE sind wir hauptsächlich mit landesüblichen Verkehrsmitteln unterwegs, meist auch mit dem Fahrrad, E-Bike, auf dem Pferd, zu Fuß usw. Das heißt, dass wir nur selten fliegen. Als Botschafter von Mutter Erde ist es unsere selbstgesetzte Aufgabe, diese zu dokumentieren. In unseren Veröffentlichungen weisen wir immer wieder auf Missstände hin und berichten über die Endlichkeit unserer Lebensplattform Erde. Unser Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass unsere Mutter Erde lebt, dass sie keine tote Materie ist und wir sie für die kommenden Generationen schützen müssen. Es ist uns wichtig, dass die Kinder der Zukunft auch noch Vögel zwitschern hören, frische Luft atmen können und Bäume sehen. Dieser Aufgabe haben wir unser Leben verschrieben.

Neben der Berichterstattung haben wir vor vielen Jahren ein Baumpflanzprojekt „Grüne Ader“ ins Leben gerufen. Mittlerweile haben wir mit unseren Partnern und Fans der großen Reise ca. 40.000 € gesammelt. Das entspricht ca. 8.000 Bäumen. Die Erklärung zu unserer “Grünen Ader” ist auf unserer Webseite zu finden: www.denis-katzer.de/de/gruene-ader

Ihr veröffentlicht im Oktober 2021 ein Buch.
Was ist der Titel und auf was kann sich der Leser freuen?
NORWEGEN, Aufgeladen zum Nordkap. Roadtrip mit Expeditionsmobil und E-Bike.
Als wir vorhatten mit unserem Expeditionsfahrzeug getauft auf den Namen Terra Love und E-Bikes bis zum Nordkap zu fahren, wussten wir nicht, welch ein unbeschreibliches Naturparadies auf uns wartete. Zweifelsohne ein Land der Superlative. Ein Land der Fjorde, Wasserfälle, Trolle, Elche, Rentiere, Pottwale und der schönsten Nordlichter der Welt. Wir überquerten einige der 188 Berge und Gebirgszüge, passierten einige der 300, teils reißenden Gebirgsflüsse, viele der imposanten Wasserfälle, 50 Fjorde und 150.000 Inseln die mit dem Festland eine Küstenlinie von über 100.000 km besitzen.

 

Mit unserem Lebensprojekt ‘DIE GROSSE REISE’ der 50-jährigen Expedition, möchten wir als Botschafter von Mutter Erde ein Zeitdokument unseres schützenswerten Planeten schaffen”

Auf euren Touren habt ihr zahllose atemberaubende Landschaften gesehen. Welche hat euch am meisten beeindruckt und warum?
Die Vielfältigkeit unseres schönen Planeten erleben zu dürfen, empfinden wir als großes Geschenk und sind in Dankbarkeit, dass wir schon so viele verschiedene Länder (92) bereisen und Landschaften sehen und erleben durften.

Stark verbunden fühlen wir uns mit Australien. Dort schlägt ein Teil unseres Herzens. Über vier Jahre lebten wir in Down Under. Ein Jahr trainierten wir Kamele, um mit ihnen drei Jahre von Nord nach Süd und von West nach Ost – vom Indischen zum Pazifischen Ozean zu laufen. Auf der längsten Kamelexpedition (Weltrekord) legten wir 7.000 km zurück und erlebten unfassbar schöne Landschaften und Wüsten. Aber auch die Weiten der Mongolei, die wir während unserer 5.000 km langen Pferderitte erlebten. Das Hochland von Tibet prägte sich unvergesslich in unser Gehirn. Das Tiefland von Nepal, welches wir mit einem Elefanten durchquerten, war ein Erlebnis, wie eine Geschichte aus der morgenländischen Erzählung „Tausendundeine Nacht“. Auch die beeindruckende Schönheit Norwegens bleibt unvergesslich in Erinnerung.

Was ist das Härteste an einem Leben auf Tour?
Welche alltäglichen Probleme hält dieses Leben für einen bereit?
Das Nachhausekommen ist nach einer mehrjährigen Auslandsreise besonders hart. Durch die schnelllebige Zeit verändert sich alles in einer enormen Geschwindigkeit. Nachdem wir einmal vier Jahre in den Wüsten Australiens gelebt hatten und dann in die Heimat kamen, ereilte mich nach 6 Wochen ein Gehörsturz. Der Grund war, dass ich mit der Geschwindigkeit und dem Wandel meiner Gesellschaft nicht mehr mitkam. Es war der Übergang vom Analogen zum Digitalzeitalter, den wir in der Wüste verpassten. Aus einem Dia (Diafilm, Diapositivfilm oder Umkehrfilm, den heute schon kaum noch jemand kennt) wurde ein JPG oder TIFF. Ich konnte mit den neuen Begriffen nichts anfangen und verstand die Welt nicht mehr. Es war ungefähr so, als würden an einem Bahndamm alle Reisenden in einen 250 km/h schnellen vorbeirasenden Zug einsteigen. Keiner der Passanten hätte ein Problem, aber wäre ich eingestiegen, dann hätte es mich zerrissen.

Auch mussten wir uns daran gewöhnen, dass wir außerhalb unseres eigenen Landes immer Ausländer blieben, egal wie lange wir dort gelebt haben. Eine weitere Belastung ist die Finanzierung einer mehrjährigen Reise. Die Angst davor, dass uns das Geld ausgehen könnte, hat mich viele Jahre gestresst. Manchmal ist es auch eine mangelhafte medizinische Versorgung in armen Ländern oder abgelegenen Regionen. Wenn wir mal krank waren, gab es meist keine Möglichkeit, schnell mal heimzufliegen und einen Facharzt aufzusuchen.

Teils ist auch das Essen eine Belastung. In der Mongolei bot man uns eine Suppe an, die aus geschnittenen Arterien und Blut bestand. Bei den Yanomami-Indianern im venezolanischen Dschungel bot mir eine Frau lebende Termiten an. In Australien lud uns ein Aborigine-Häuptling ein fingerdicke, im Feuer gegrillte Maden zu essen. Die Gastfreundschaft erfordert es zwingend so etwas zu essen. Eine Ablehnung wäre eine grobe Beleidigung.

Subtropisches Klima, dauerhafte Regenfälle, Hitze bis über 70 Grad in der Sonne oder minus 50 Grad in einem sibirischen Winter waren ernsthafte Herausforderungen.

Aber auch religiöse, schamanistische und mythische Gesinnungen und Überzeugungen sind echte Herausforderungen. So lebten wir mit orthodoxen Mönchen, fanatischen Moslems und Christen, Hinduisten, Buddhisten und auch Schamanen zusammen. In einigen Fällen wird das Leben vom Glauben bestimmt, dem man sich als Reisender oder Gast zu hundert Prozent unterordnen muss, egal was man davon hält und egal wie schräg es manchmal auf uns gewirkt hat. Verhaltensfehler können in dem einen oder anderem Land, in dem einen oder anderen Fall tödlich enden. 

All das und vieles mehr sind Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert wurden und auch in Zukunft konfrontiert werden.

Was hat euch von einem Leben auf Wanderschaft überzeugt?
Wir haben unsere GROSSE REISE 1991 begonnen. Daraus wurde ein Lebensprojekt. Die Welt und uns selbst zu erleben ist das Schönste, was wir uns vorstellen können. Dem Druck der Gesellschaft und dem Konsum in einem Maße zu entsagen. Dass das Leben lebenswert bleibt und der Fokus noch auf das gesetzt ist, was wirklich zählt. Das Miteinander auf unserer Erde, Völkerverbindung, Umweltschutz, Lebensfreude und unsere Aufgabe als Botschafter von Mutter Erde ein Zeitdokument zu schaffen.

Auf euren Reisen habt ihr sicherlich einige brenzlige Situationen erlebt. Sticht eine besonders heraus?
Wir haben tatsächlich einige brenzlige Situationen er- und überlebt. Naturgewalten in Australien wie einen Zyklon der Klasse 5, in dessen Auge Windgeschwindigkeiten von 280 km/h wüteten. Dauerregenfälle, die die große Sandwüste (Great Sandy Desert) in einen See verwandelten und wir mitten drin waren. Eine 1.000 km lange Buschfeuerfront die uns drei Monate bedrohte und wir jeden Tag versuchten mit unseren Kamelen davonzulaufen. Wir kämpften mit enormer Wasserknappheit in der chinesischen Wüste Taklamakan, als eines unserer Kamele von einer Sanddüne stürzte und dabei die Wassertanks brachen.

Gesundheitlich sind wir einige Male vor Schlimmeren bewahrt worden. In den australischen Wüsten erblindete Denis fast an einer Superinfektion, die durch Fliegen übertragen wird. In Rumänien hat ihn nach einem Fahrradunfall eine Notoperation vor der Querschnittslähmung gerettet. Weiter können wir noch eine Schultereckgelenksprengung in Vietnam verbuchen, als Denis mitten in der Nacht mit seinem Bike von einer Bambusbrücke in die Tiefe stürzte. Auch litten wir unter Lebensmittelvergiftungen, Allergien und Asthmaanfälle wegen Smog in China. 

Angriffe von Menschen waren selten, aber ebenfalls ein Teil unserer GROSSEN REISE. Einmal wurde ein gezielter Schuss auf uns abgegeben. Eine Messerattacke und die Begegnung mit Wegelagerern sind Situationen, an die wir uns bei dieser Frage erinnern. Bei dieser Aufzählung lassen wir die Länder bewusst weg, da wir kein Land verunglimpfen möchten. Meistens sind die Gastfreundschaft und die Freundlichkeit der Menschen sehr hoch. Abgesehen davon denken wir, dass es in der Heimat auch gefährliche Situationen gibt und man dazu nicht ins Ausland gehen muss oder vielmehr in der Heimat nicht grundsätzlich geschützt ist.

 

Es ist uns wichtig, dass die Kinder der Zukunft auch noch Vögel zwitschern hören, frische Luft atmen können und Bäume sehen. Dieser Aufgabe haben wir unser Leben verschrieben

Meine Schuhe

Denis und Tanja Katzers Favoriten für alle Bergabenteuer.

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